Grünkohl oder auch friesische Palme genannt

 In Aktuelles, Warenkunde

Wussten Sie es schon?
Ein Hauch Miami weht durch Deutschland, besonders in den nördlicheren Gebieten zur Herbstzeit, denn der Grünkohl ist hier auch unter „Friesische Palme“ bekannt.

Wo kommt er her?
Grünkohl ist von allen verbreiteten Kohlformen der Wildform der Kohlpflanze am ähnlichsten. Seinen Ursprung hat er wahrscheinlich in Griechenland. Dort wird 400 v. Chr. ein krausblättriger Blattkohl beschrieben. Bei den Römern war er eine Delikatesse.

Wie sieht er aus?
Besonders bezeichnend für dieses Gewächs ist der Name Krauskohl. Je nach Sorte können die Blätter an den langen grünen Stielen verschieden stark gekraust sein.

Wie verwende ich ihn?
Entgegen der weit verbreiteten Rezeptur des längeren Kochens kann Grünkohl auch mit kürzerer Garzeit zubereitet werden. Blanchiert schmeckt er durchaus auch im Salat, der mit kräftigen Aromen wie Speck, Schinken und Zwiebeln verfeinert werden kann.

Was ist drin?
Typische Anbaugebiete heute sind Mittel- und Westeuropa, Nordamerika und Ost- sowie Westafrika. Im Norden Deutschlands streiten sich alle Jahre wieder die Städte Bremen und Oldenburg darum, wessen „Spezialität“ der Grünkohl denn nun ist. Die längste Tradition können die Bremer nachweisen, die seit 1545 ein öffentliches Grünkohlessen zelebrieren.

Grünkohl ist ernährungsphysiologisch der Spitzenreiter unter den Kohlarten. Er enthält besonders wertvolles Eiweiß, Kohlehydrate und einen hohen Anteil an Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Natrium und Eisen.

Es heißt oft, dass der nach den ersten Frösten geerntete Kohl besser schmecke. Tatsächlich spielt der Frost keine Rolle, sondern es kommt auf die späte Ernte und allgemein kühle Temperaturen an. Langsam reifender Grünkohl enthält kaum noch Stärke, die umgewandelt werden könnte aber durch die Photosynthese bildet er weiterhin Traubenzucker – der Zuckergehalt der Kohlblätter steigt an. Da dies aber nur bei der lebenden Pflanze stattfindet, kann der Effekt der späten Ernte nicht durch kurzes Einlagern des geernteten Kohls in der Kühltruhe imitiert werden.

 

Grünkohleintopf vegetarisch

Zutaten für 2 -3 Personen:
750 g Grünkohl, 1 Zwiebel, 100 g Pastinaken, Petersilienwurzeln oder Möhren, 1 Eßl. Olivenöl, 1 Lorbeerblatt, 1/2 Teel. Kümmel, 0,75 l Gemüsebrühe, 300 g Kartoffeln, Pfeffer, Salz, 1/4 Teel. gemahlener Koriander, 1 kl. Prise Chilipulver, 1 Teel. Senf, 25 g Butter

Zubereitung:
Grünkohlblätter von den Stielen befreien und gründlich waschen. In einem großen Topf Salzwasser zum Sieden bringen. Grünkohl portionsweise ca. 2 Min. blanchieren, mit kaltem Wasser abschrecken, abtropfen lassen und in ca. 2 cm breite Streifen schneiden.
Zwiebeln und Pastinaken schälen und würfeln. Öl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebeln und Pastinaken darin goldgelb anbraten. Grünkohl, Lorbeer, Kümmel und die Brühe zugeben und ca. 20 Min. garen.
Kartoffeln waschen, schälen und kleinwürfeln. In den Topf geben und 10 Min. mitkochen lassen. Eintopf mit Salz, Pfeffer, Koriander, Piment und Senf würzen. Zuletzt Butter darüber geben.

 

Grünkohlchips

Zutaten:
250 g Grünkohl 3 Esslöffel Olivenöl 1 Teelöffel Salz

Zubereitung:
Grünkohlblätter von dem Strunk abschneiden und in mundgerechte Stücke reißen (nicht zu klein machen, da der Grünkohl im Ofen schrumpft). Grünkohl waschen und gründlich trocknen lassen (evt. mit Salatschleuder).
Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech ausbreiten, mit ca. 1 EL Öl beträufeln, und die Grünkohlblätter etwas mit den Händen mischen, so dass alle Blätter mit dem Öl in Kontakt kommen und salzen. Im Backofen ca. 10-15 min backen und öfters wenden.

Auslieferungsfahrer in Teilzeit gesucht