Klimafreundlich durch unseren finanziellen Beitrag für die CO2-Kompensierung

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Als Ökokiste agieren wir seit Beginn mit kleinem CO2-Fußabdruck. Seit 2020 haben alle Ökokisten sich dazu entschlossen, ihre gesamtbetrieblichen Emissionen zu erfassen und auszugleichen. Im  Jahr 2020 waren das für Dirks Bio-Kiste ca. 86,6 Tonnen.

Für den Begriff „klimafreundlich“ haben wir uns bewusst entschieden, da gewisse Emissionen leider nicht zu vermeiden sind, also im engeren Sinne keine „Neutralität“ besteht. Oberste Priorität bei jeder unserer Aktionen ist immer die Vermeidung von Emissionen und das ist der Unterschied einer „Klimafreundlichstellung“ zum „Greenwashing“. Nur wo Emissionen nicht vermieden oder reduziert werden können, wird durch sinnvolle Maßnahmen kompensiert. Also, die Reihenfolge der Prioritäten ist immer:

  • Vermeiden
  • Reduzieren
  • Kompensieren

Durch nachhaltige Betriebsführung und intelligente Logistik wird der CO2-Ausstoß bei unserem Betrieb vermieden bzw. reduziert. Wo dies nicht möglich ist – nicht alle Touren sind mit dem Lastenfahrrad abzudecken und die Technologie der elektronisch angetriebenen Fahrzeugs ist leider auch (noch) nicht komplett frei von Schattenseiten –, werden anfallende Emissionen durch folgende zwei Projekte kompensiert.

1. Laufwasserkraftwerksprojekt „Guacamaya“ in Mittelamerika


Foto: ©Carbonbay GmbH & Co. KG

86,6 Tonnen CO2 gleichen wir mit dem Aufbau von Wasserkraftwerken in Mittelamerika aus, das reduziert jährlich insgesamt 40.000 Tonnen. Das Guacamaya Programm unterstützt seit 2012 die Entwicklung kleiner, an das staatliche Stromnetz angeschlossener Laufwasserkraftwerke in abgelegenen und unterentwickelten Regionen der Länder mit dem Ziel Armut und Ungleichheit im ländlichen Raum zu verringern, die Gesundheit zu verbessern, Bildungsmöglichkeiten zu erweitern und das Wirtschaftswachstum zu fördern. So werden neben einer Verbesserung der lokalen Infrastruktur Arbeitsplätze geschaffen und das Bildungswesen gestärkt.

Die Wasserkraftwerke verfügen mit einer installierten Leistung von maximal 15 MW über moderne Technologie, die sich den örtlichen Gegebenheiten optimal anpasst und vollständig von den Kommunen betrieben und verwaltet werden kann. Strenge Anforderungen im Hinblick auf Überwachung und Berichterstattung garantieren minimale Umweltauswirkungen. Darüber hinaus wurden Aufforstungs- und Wiederaufforstungsmaßnahmen sowie Programme zur Sozial- und Umwelterziehung durchgeführt.

Die Registrierung nach CDM und zusätzlich dem Gold Standard stellt sicher, dass alle relevanten Indikatoren für den Beitrag des Programms zu einer nachhaltigen Entwicklung überwacht und über die gesamte Laufzeit garantiert werden.

Weshalb uns das Projekt für besonders geeignet erscheint:

  • Übergang zu einer kohlenstoffarmen und umweltfreundlichen Energieproduktion
  • Schaffung von 74 Vollzeitarbeitsstellen für Männer und Frauen in den ländlichen Projektregionen
  • Moderne Technologie ermöglicht einen minimalen Eingriff in die Natur

Kompensations-Urkunde zur Klimafreundlichstellung von Dirks Bio-Kiste (PDF)

 

2. Moorrenaturierung in Deutschland

Moore speichern riesige Mengen von Kohlenstoff und schützen das globale Klima als CO2-Senke. Nasse Moore und Feuchtgebiete wurden früher als düstere, schaurige und nutzlose Landschaftsbereiche angesehen. Als solche wurden sie Jahrhunderte lang (und teilweise immer noch) trockengelegt, mit Gräben durchzogen und abgetragen.

Heute sind nur noch 5 % der deutschen Moore als natürlich zu bezeichnen. Anders gesagt: 95 % der deutschen Moore sind in einem ökologisch schlechten Zustand. Durch eine Renaturierung bzw. Wiedervernässung der Moore können die CO2-Emissionen verringert bzw. gestoppt werden.

Ziel ist es, den Klimaschutz nicht in andere Länder zu verlagern, sondern direkt vor der Haustüre anzupacken. Zudem trägt die Renaturierung der Moore nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern auch zum Arten- und Hochwasserschutz. Denn Moore sind ein Lebensraum für viele seltene, bedrohte und spezialisierte Arten wie Sonnentau, Bläulinge und die gerandete Jagdspinne. Moore nehmen zudem Wasser wie ein Schwamm auf. Bei starken Niederschlägen geben sie das Wasser zeitversetzt wieder ab und können somit zum Hochwasserschutz beitragen.

Mittelfristig plant der Verband die Patenschaft für ein eigenes „Ökokisten-Moor“. Mehr über dieses Projekt erfahren Sie auf der Hompage von Greensurance-Stiftung.

Weshalb uns das Projekt für besonders geeignet erscheint:

  • Regionale bzw. deutschlandweite Klimaschutzmaßnahme
  • Erhalt der heimischen Arten

Urkunde zum Moorschutz-Engagement von Dirks Bio-Kiste (PDF)

 

Foto: ©greensfair.de

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