Rhabarber – sauer macht lustig

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Rhabarber – die grünen-rosa-roten Superstengel strotzen vor Vitamin C

Der Mai ist gekommen und es rhabarbert sehr. Die rosaroten Superstengel sind nicht nur als Süßspeise zu verwenden, wir haben Ihnen auch ein herzhaftes Rezept ausgesucht – die Rhababersuppe. In der modernen Gourmetküche findet die Verwendung von Chutney immer größerer Beachtung – das würzige Rhabarber-Chutney, ein beliebter Begleiter zu Fleisch, Fisch und Käse. Doch meist wird dieser Vitamin-C-haltige Superstengel als Kompott und Kuchen verarbeitet. Als Konfitüre gemischt mit Erdbeeren oder Bananen (hat kürzlich eine Mitarbeiterin ausprobiert – sehr lecker!) ist der Rhabarber eine Delikatesse, die uns weit in den Winter hinein einen Hauch Frühling schenkt.

Eigentlich ist Rhabarber botanisch gesehen ein Gemüse, da die Stengel und nicht die Frucht verarbeitet werden. Doch meist steht der Rhabarber in den Geschäften beim Obst, da er wie gesagt meist als Süßspeise verwendet wird. Und so auch bei uns. Sie finden den frischen Rhabarber aus Deutschland in unserem Online-Shop unter der Kategorie Obst. Greifen Sie jetzt zu, er hat nur kurz Saison!

 

Warenkunde Rhabarber

Wußten Sie schon?
Der Rhabarber ist mehrjährig. Die Pflanze kann aber erst ab dem 2. Jahr geerntet werden, dafür aber dann für die nächsten 4 bis 5 Jahre. Nach Ende Juni wird er meist nicht mehr geerntet, weil dann der Gehalt an Oxalsäure im Stiel erheblich zunimmt.

Wo kommt er her?
Bereits vor über 4000 Jahren wurde er im fernen China als pflanzliches Heilmittel geschätzt. Dort wurde er ursprünglich als Arznei gegen Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Marco Polo brachte ihn schließlich nach Europa, wo man die Besonderheiten des Rhabarbers mit der Zeit erkannte. Er gehört zur Familie der Knöterichgewächse, ist unter anderem mit dem Sauerampfer verwandt und botanisch gesehen somit ein Gemüse.

Wie sieht er aus?
Die Rhabarberpflanze zählt zu den Knöterichgewächsen. Er zählt zu den Gemüsen und nicht zu den Früchten, weil man nur die dickfleischigen Stiele dieser Pflanze verwendet. Diese können bis zu 70 cm lang werden. Auch die Sorten unterscheidet man aufgrund der Beschaffenheit, vor allem der Farben, der Stiele. Es gibt sowohl grüne als auch rote Varianten, die wiederrum beide entweder grünliches oder rötliches Fleisch aufweisen können.

Wie verwende ich ihn?
Die Rhabarberstangen lassen sich hervorragend zu Marmelade, Gelee oder Kompott verarbeiten, eignen sich wunderbar als feinsäuerliche Kuchenfüllung und ergänzen sogar herzhafte Gerichte, wie z.B. Suppen. Und um die verschiedenen Rhabarber-Delikatessen das ganze Jahr genießen zu können, kann man gar nicht früh genug mit dem Einkochen von Konfitüren und Kompott beginnen.

Was ist drin?
Rhabarber strotzt vor Vitamin C und besitzt einen hohen Pektin-Anteil. Dieser Ballaststoff wirkt appetitanregend und verdauungsfördernd.

Tipp:
Die auch in den Stielen noch vorkommende Oxalsäure hat im menschlichen Körper eine unangenehme Eigenart: Sie bindet Calcium, wodurch es für den Körper nicht mehr verwertbar ist! Es gibt jedoch zwei simple Tricks, die Oxalsäure zu verringern: Gleich nach dem Schälen und Kleinschneiden werden die Stücke kurz in kochendes Wasser getaucht (blanchiert) und dieses, mit der Säure angereicherte Wasser, wird weggeschüttet. Oder der Rhabarber wird mit milchhaltigen Speisen kombiniert, wie Flammeri, Pudding, Vanillesoße, Milchreis, Quark etc. — das mildert die Säure und gleicht vor allem das Calcium im Körper wieder aus.

 

Rhabarber Rezepte

Rharaber-Crumble mit Zimt

Rhabarber-Crumble mit Zimt

Zutaten (für 4 Personen):
750 g Bio-Rhabarber
150 g Zucker
2 EL Speisestärke
150 g harte Butter
50 g Haferflocken
200 g Weizenvollkornmehl
2 TL Zimt
1 Prise Salz
Fett für die Form

Zubereitung:
1. Rhabarber waschen, abziehen und in ca. 2 cm große Stücke schneiden. Sehr dicke Stangen halbieren.
2. In einer Schüssel Rhabarber mit 2 EL Zucker und der Speisestärke vermischen. In eine gefettete, ofenfeste Form geben.
3. Mehl, Haferflocken, Zimt, Salz und Zucker in einer Schüssel mischen und die Butter in Flocken darunterkneten – geht am besten mit der Hand! So lange kneten, bis Streusel entstehen.
4. Streusel über den Rhabarber streuen und den Crumble für ca. 30 min bei 180 Grad Ober- und Unterhitze backen.

Zur Verfügung gestellt von Frau G. Keller aus Heidelberg

 

Rhabarbersuppe

Zutaten:
2 Zwiebeln, 1 El Öl, 1 TL mildes Currypulver, ¾ l Gemüsebrühe, 150 g rote Linsen, 500 g Rhabarber, Salz, 1-2 EL Zucker, 1 TL getrocknetes Basilikum, 100 g Jogurt

Zubereitung:
Zwiebeln schälen, halbieren und in Streifen schneiden. Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln darin andünsten und mit Curry bestäuben. Mit ½ l Gemüsebrühe aufgießen. Rote Linsen dazugeben und 5 Minuten in der Brühe kochen lassen. Rhabarber waschen , putzen in 2 cm lange Stücke schneiden und 5 Minuten leise mit kochen lassen. Falls nötig, Brühe nachgießen. Suppe mit Salz und Zucker abschmecken. Basilikum unterrühren. Suppe auf 4 Teller verteilen und jeweils mit 1 Klecks Joghurt servieren.

 

Süßer Rhabarberreis

Zutaten:
500 g Rhabarber, 200 g Natur- Langkornreis, 0,5 l Wasser, 1 Prise Meersalz, 50 g Vollrohrzucker, 50 g Birnendicksaft, Saft einer Zitrone, 1- 1,5 dl Wasser, 100 g Quark, 50 g Rosinen, 2 Teel. Vanillezucker

Zubereitung:
Den Reis am besten über Nacht in einem halben l Wasser einweichen, damit er schön weich wird. Den Rhabarber putzen und in 3 cm lange Stücke schneiden. Reis, Einweichwasser, Salz, Zucker und Birnendicksaft aufkochen, rund 20 Minuten auf kleinem Feuer kochen lassen. Rhabarberstücke, Zitronensaft und 1 dl Wasser zum Reis geben, weitere 10 Minuten köcheln lassen, evtl. noch wenig Wasser beigeben. Auskühlen lassen und Quark, Rosinen und Vanillezucker unterrühren.

 

Roh gerührtes Rhabarberkompott

Zutaten:
6 Stangen Rhabarber, 1 Apfel, 1 Birne, 1 Banane, Zitronensaft, Zucker nach Belieben

Zubereitung:
Den Rhabarber waschen (älteren Rhabarber schälen), und in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. Dann in den Mixbecher oder ein hohes Rührgefäß geben. Den Apfel und die Birne vierteln, vom Kerngehäuse befreien, schälen, zerkleinern und ebenfalls in den Becher geben. Die Bananen schälen, in Stückchen schneiden und zugeben. Den Zitronensaft über die Früchte gießen und das Kompott pürieren. Eventuell süßen. Sofort servieren. Schmeckt viel aromatischer als gekochtes.

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