Tomaten – das rote Gold des Sommers

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Im Sommer haben frische Tomaten Hochsaison und sind perfekt für sommerliche Gerichte, wie die mediterrane Küche zeigt. Tomaten schmecken nicht nur lecker und sind vielseitig einsetzbar, sondern sind auch überaus gesund, fördern das gesamte Immunsystem und haben sehr wenig Kalorien.

Die Vielzahl der Formen und Farben der unterschiedlichen Tomatensorten ist überwältigend. Es sollen sich im Sortenregister über 3.800 verschiedene Tomatensorten befinden und nach Schätzungen soll es mehr als 7.000 weitere Tomatensorten geben, die von privaten Sammlern erhalten werden.

 

Tomaten - das rote Gold

In Dirks Bio-Kiste bieten wir Ihnen verschiedenen Tomatensorten an

Schauen Sie in der Hauptsaison der Tomaten doch öfters mal in unserem Online-Shop vorbei. Das Sortiment wird von uns nach Erhältlichkeit erweitert:

Cherrytomaten: kleine süße Früchte, in verschiedenen Farben als Mix, lose oder am Strauch, auch Kinder- oder Naschtomaten genannt
Cherryplumtomaten: längliche Form, klein und süß
Romatomaten: längliche, walzenförmige Früchte („Eiertomaten“), wenig Kerne, viel Fruchtfleisch, gut zum Einmachen, Kochen und zur Herstellung von Soßen und Ketchup
Strauchtomaten: sehr ausgeprägter, kräftiger Geschmack, ideal für Suppen und Saucen, auch als Salat beliebt. Früchte an Rispen halten sich länger, wenn man sie am Stil belässt.
Tomatenspezialität Aroma: eine besonders aromatische kleine Tomate
Tomatenspezialität Berner Rose:
alte Sorte, äußerst aromatisch, würzig, leicht süß, Farbe etwas rosa
Tomatenspezialität Ochsenherz: geeignet für Caprese und andere Salate mit Mozzarella und Basilikum, auch als Soßentomaten sind sie gut verwendbar und wegen ihrer Größe lassen sie sich auch sehr gut füllen.
Tomatenspezialität San Marzano: längliche Tomaten, die auch als Flaschentomaten bezeichnet werden, intensives und fruchtiges Aroma, festes und würziges Fruchtfleisch, geeignet auf Pizzas und für Soßen, oft auch für Ketchup. Sie sind aber auch bestens in Salaten geeignet, da das Dressing durch das feste Fruchtfleisch nicht verwässert.

Lagertipps

Tomaten können bei Zimmertemperatur gelagert werden, wenn sie noch ein bisschen nachreifen sollen. Ansonsten sollte man sie in einem eher kühlen, dunklen Raum lagern, jedoch nicht im Kühlschrank, da sie kälteempfindlich sind. Bei zu kühler Lagerung leidet der Geschmack und sie verlieren ihr Aroma. Die optimale Lagertemperatur liegt zwischen 12 – 16 °C.

Achtung – Tomaten lassen andere Früchte faulen: Tomaten am besten separat aufbewahren, da sie genauso wie Äpfel Ethylen ausscheiden, wodurch der Reifeprozess von anderen Obst- und Gemüsesorten beschleunigt wird.

 

Tomaten - das rote Gold

Tomate – Warenkunde

Wussten Sie es schon?
Liebesapfel – Goldapfel – Paradeiser – Adamseppl – Wolfspfirsich, das sind nur ein Paar Namen unter denen die Tomate bekannt ist.

Wo kommt es her?
Die spanischen Eroberer waren es, die die ersten Tomatenpflanzen aus Mittelamerika mitbrachten. Der Namen Tomate leitet sich dem aztekischen Wort „tomatl „ab, was einfach nur so viel wie „ein prall angeschwollenes Ding“ bedeutet. Ihre Verwandtschaft mit „Hexenkräutern“ wie Tollkirsche und Bilsenkraut führte jedoch dazu, dass sie in Europa zunächst als giftig galt und ihr äußerst viel Skepsis entgegen gebracht wurde.

Zierde für Haar und Garten: 
Die Damen der Oberschicht pflanzten die Tomatenstauden zunächst in ihre Blumengärten und schmückten sogar ihr Haar mit Blumenkränzen aus Tomatenblüten.

Vom Wolfspfirsich zum Goldapfel: 
Als eine der ersten haben sich jedoch die Italiener an die bis dahin als giftig geltende Frucht gewagt und die geniale Verbindung von Pasta und Tomaten geschaffen. Bauern aus Parma fingen später an Tomaten zu konservieren, indem sie den Saft einkochten und die Früchte in der Sonne trockneten.

Heute wird das kalorienarme Fruchtgemüse auf der ganzen Welt geschätzt. Dies alles und nicht zuletzt das wunderbare Aroma der leuchtend roten Tomaten macht Lust auf ihre Vielfältigkeit.

Wie sieht es aus?
Tomaten gibt es natürlich in allen möglichen Rotschattierungen. Ihre Farbe reicht von orange über gelb bis hin zu grün reifenden Sorten, sogar dunkelgrün und dunkelviolett bis dunkelrot getigerte Sorten sind bekannt. Auch was die Form angeht ist die Tomatenpflanze erfinderisch gewesen. Ob rund, dattel- oder eierförmig, gerne auch gefurcht, herzförmig oder eher paprikaartig, hier bleibt für den kreativen Koch kein Wunsch offen.

Was ist drin?
Der Genuss von Tomaten wirkt anregend auf den gesamten Organismus und schützt vor Infektionen, denn die sonnengereiften Früchte aus biologischem Anbau sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen, Fruchtsäuren und ätherischen Ölen.

Lycopin ist  gut für unser Herz, denn es hemmt die Ablagerung schädlicher Stoffe in den Adern und beugt somit Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Allerdings ist zu beachten, dass Lycopin nur dann optimal von unserem Körper genutzt werden kann, wenn es erwärmt wurde. Förderlich für die Wirkung ist zudem die Kombination mit Ölen, beispielsweise Olivenöl.

Zudem gibt es neue wissenschaftliche Belege darüber, dass Bio-Tomaten bedeutende Gesundheitsvorteile gegenüber konventionell angebauten besitzen. Einer US-Studie über 10 Jahre zufolge, haben biologisch angebaute Tomaten einen über 90% höheren Gehalt an Flavonoiden. Diese zählen zu den Antioxidanten, die Zellen vor Radikalen oder anderen molekularem Schäden schützen sollen. Dazu meint Scott Kinnear von Biological Farmers of Australia, „Wir sollten wirklich sehr eng auf biologische Landwirtschaft als ein Langzeitmittel für die Sicherung einer besseren Gesundheit blicken.“

Tipp:
Für manche Gerichte sollte man die Tomaten häuten. Setzen Sie hierzu einen Topf mit Wasser auf. Wenn dieses sprudelnd kocht, schneiden Sie die Haut der Tomaten gegenüber des Strunks kreuzförmig leicht ein und geben Sie diese dann für ca. 30 Sekunden ins kochende Wasser. Schrecken Sie diese anschließend mit kaltem Wasser ab. Nun lässt sich die Haut ganz einfach mit einem Messer abziehen.

Es gibt so viel zu erzählen über dieses wunderbare Fruchtgemüse, dass ich gerne auch auf die Webseite von tomten-welt.de verweise. Schon alleine wegen der Erklärung, woher die Redewendungen rund um die Tomaten kommen, wie z.B. treulose Tomate oder Tomaten auf den Augen…

 

Tomatenrezepte

Tomaten-Rezepte

Griechisch eingelegte Tomaten

Zutaten:
ca. 500 g bunte Mini-Tomaten oder Cherrytomaten, 1 Knoblauchzehe, 1 TL Salz, ¼ TL Kreuzkümmel, ¼ TL Paprikapulver, Öl

Zubereitung:
Die Tomaten waschen, abtrocknen und in der Mitte oben am Strunk kreuzweise einschneiden. In den Spalt Salz streuen. Mindestens 10 Minuten stehen und anschließend abtropfen lassen. Knoblauch mit den Gewürzen in einem Mörser zu einem Brei stampfen, er sollte gut cremig sein. Die Masse in die Tomaten füllen. Tomaten in kleine Gläser meist zu sechst oder acht geben und mit Öl aufgießen. Die Gläser sollten einen Twist-Off-Deckeln haben. Die Gläser dunkel stellen, so dass sie nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt sind und ca. 1 Woche ziehen lassen. Kalt servieren.

 

Tomaten mit Mozzarella und Basilikum auf steirische Weise

Zutaten:
125 g Mozzarella, 3 Stück Artischockenherzen, – frisch, oder aus der Dose, 2 Tomaten, etwas Oregano, 2 Eßl. Aceto Balsamico di Modena, 2 Eßl. steirisches Kürbiskernöl, Salz.

Zubereitung:
Nehmen Sie den Mozzarella einige Zeit vor dem Servieren aus dem Kühlschrank, damit er sein volles Aroma entfalten kann. Tomaten gehören übrigens nie in den Kühlschrank, denn unter 13 ° C verlieren Sie allen Geschmack! Tomaten und Mozzarella in Scheiben schneiden, auf einer Platte anrichten, Tomaten leicht salzen und mit Basilikum garnieren. Mit etwas getrocknetem oder frischem Oregano bestreuen. Die Artischockenherzen dazu fügen und alles mit Aceto Balsamico und Kürbiskernöl beträufeln. Dazu reicht man leicht gesalzenes Weißbrot.

 

Spaghetti mit Tomaten-Sugo und Rucola

Zutaten: für 4 Personen
500 g Spaghetti, 4 Tomaten, 1-2 Zehen Knoblauch, 1-2 Bund Rucola, eine Handvoll Pinienkerne, 1 Stück Parmesan.

Zubereitung:
Spaghettiwasser aufsetzen, Salz nicht vergessen – bis das Wasser kocht, ist die Soße schon fast fertig.
Die Soße: Tomaten klein würfeln, den Knoblauch fein schneiden und unter die Tomaten mischen, ein wenig kaltgepresstes Olivenöl drüber gießen und den Sugo ziehen lassen. Inzwischen wird das Spaghettiwasser kochen – die Nudeln reingeben und kochen bis sie al dente sind.
Zum Schluss die Rucolastiele einige male durchschneiden (in 2 cm Streifen), den Parmesan reiben und die Pinienkerne rösten.
Die Spaghetti auf die Teller verteilen, den Sugo hinzugeben, mit Rucola, Pinienkernen und dem Parmesan bestreuen und sofort servieren.

 

Saftige Pizza

Zutaten: für 4 Personen)
500 g Weizenvollkornmehl (sehr gut bäckt es sich mit unserem feinen Weizen- oder Dinkelmehl, Typ 1050), 1 Päckchen Trockenhefe oder frische Hefe, 3 Eier, 5 Essl. Olivenöl, 1 Teel. Vollrohrzucker, 1 Teel. Salz, 1 kg Zucchini (in dünne Scheiben geschnitten), 6 Tomaten  (überbrüht und geschält), 4 Essl. Tomatenmark, 2 Knoblauchzehen (zerdrückt), 1 Teel. Gemüsebrüheextrakt, 1 Teel. Kräuter der Provence, 150 ml Milch, 1 Bund Basilikum, Salz, Pfeffer, 150 g Parmesan.

Zubereitung:
Mehl und Hefe vermischen und mit einem Ei, Öl, Zucker und Salz sowie einem 1/4 l lauwarmem Wasser zu einem geschmeidigen Teig verkneten. An einem warmen Ort zugedeckt eine Stunde gehen lassen und anschließend auf einem gefetteten Backblech ausrollen.
Tomaten, Tomatenmark, Knoblauch, Gemüsebrüheextrakt und Kräuter der Provence verrühren und auf dem ausgerollten Teig verstreichen. Zucchinischeiben darauf verteilen. Die restlichen Eier mit Milch und Basilikum verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen und über die Zucchinischeiben streichen. Mit dem Parmesankäse bestreuen.
Im leicht angewärmten Ofen nochmals eine halbe Stunde gehen lassen, anschließend bei 180 – 200 ° C ca. 40 Minuten backen

 

Scharfe Kartoffel-Tomatenrösti

Zutaten:
2 Fleischtomaten oder 4 kleine Tomaten, 8 mittelgroße, festkochende Kartoffeln, Meersalz, Pfeffer aus der Mühle, 1 Teel. Sambal Olek (scharfe Gewürzpaste), 1 Rosmarinzweig, 1 Essl. Mehl, etwas Pflanzenöl.

Zubereitung:
Die Tomaten kreuzweise einritzen, 30 Sekunden in heißem Wasser blanchieren, kalt abschrecken, häuten, vierteln, entkernen und in Würfel schneiden. Die Kartoffeln schälen und grob raspeln. Die Kartoffelraspel mit Salz, Pfeffer, Sambal Olek, einem gehackten Rosmarinzweig und 3/4 der Tomatenwürfel vermengen. Die Masse mit dem Mehl bestäuben und noch einmal durchheben. Wenig Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und kleine Rösti ausbacken.

 

Pomodori ripiene all‘ umbra – gefüllte Tomaten

Zutaten:
4 mittelgroße reife, aber noch feste Tomaten, Salz, Knoblauchzehen, 1 Bund Petersilie, 4 El Olivenöl, 4El Semmelbrösel, 2 Eier, schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen, Petersilie zum Garnieren.

Zubereitung:
Tomaten waschen, quer halbieren. Kerne entfernen, Tomaten aushöhlen. Die Früchte innen leicht salzen und auf einem Sieb gut abtropfen lassen. Knoblauch schälen, Petersilie waschen, trocken schütteln. Beides fein hacken.
Backofen auf 180°C vorheizen. Eine feuerfeste Form mit 1 El Olivenöl ausstreichen.
In einer Schüssel Semmelbrösel, Knoblauch, Petersilie, das restliche Olivenöl und die Eier gut vermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Tomaten mit dieser Masse füllen und in die Form stellen. Im Backofen in etwa 30 Minuten fertiggaren, mit Petersilie garnieren, heiß servieren.
Tipp: Gefüllte Tomaten können Sie sowohl als Beilage zu kurzgebratenem Fleisch als auch als warme Vorspeise servieren.

 

Lomi Lomi – Tomatensalat mit Lachs aus Hawai

Zutaten:
500g feste reife Tomaten, 1/2 Bund Frühlingszwiebeln, 125g frischer graved Lachs (gut gekühlt)

Zubereitung:
Die Tomaten waschen, halbieren, entkernen, von den Stielansätzen befreien und in kleine Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in feine Ringe schneiden. Den Lachs in feine Streifen schneiden. Alle Zutaten mischen und sofort anrichten.
Variante: Der feine Lachssalat wird manchmal auch mit einem Dressing angerichtet. Dafür wird in einer kleinen Schüssel 1 Tl Zucker mit 2-3 El Reisessig verrührt, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann werden 2 El Limetten- oder Zitronensaft und 2-3 El neutrales Pflanzenöl unter den Essig gerührt. Das Dressing wird mit etwas Senfpulver, Salz und Pfeffer abgeschmeckt und über den salat gegeben. Wichtig ist auch bei dieser Variante, dass alles gut gekühlt serviert wird.
Info: Das Wort Lomi bedeutet in der Landessprache soviel wie Massage. Traditionelle Rezepte verwenden für den Salat gesalzenen Lachs, der über Nacht eingeweicht und zwecks zarter Konsistenz „massiert“ wird.

Wiesenäcker Handschuhsheim