Wurzelgemüse – der regionale Klassiker

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Einheimisch kochen und sich nach Saison ernähren, ist das Beste für Ihre Gesundheit und Ihren Geldbeutel!

Unser einheimisches Wurzelgemüse ist das Beste, was Sie zu dieser kalt-nassen Jahreszeit in den Kochtopf geben können. Im Vergleich zu den Blattgemüse-Sorten ist es viel reicher an Vitaminen und Mineralien und hält Ihr Immunsystem fit für den Winter. Regionale Wurzelgemüse haben Saison und sind deshalb auch preislich günstiger als anderes Gemüsesorten aus den Gewächshäusern Europas.

Wir haben für Sie eine kleine Zusammenstellung der klassischen Wurzelgemüsessorten ausgearbeitet, um Ihre Lust auf die nährstoffreichen Wurzeln aus der Erde zu wecken. Frei nach dem Motto: Packen Sie den Herbst bei den Wurzeln!

 

Kleines Wurzelgemüse-Lexikon

MeerrettichMeerrettich
ist seit der Antike eine bekannte Heil- und Gewürzpflanze (bairisch: Kren). Von der Schulmedizin wird dem Meerrettich eine besonders gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben. Die geriebenen Wurzeln werden innerlich vorbeugend bei Entzündungen der Luftwege oder bei Infekten der ableitenden Harnwege eingesetzt , sowie bei Rheuma, Gicht, Ischiasnerv-Entzündungen und neuralgischen Beschwerden eingesetzt. Meerrettich ist durchblutungsfördernd, blutdrucksenkend und putzt durch seinen typischen scharfen Geruch und Geschmack Nase und Rachen durch. Der hohe Gehalt an ätherischen Ölen, Vitaminen (C, B1, B2, B6) wertvollen Mineralstoffen (Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Eisen, Phosphor sowie antibiotischen Substanzen sagen ihm eine Wirkung fast wie ein Antibiotikum nach. Durch den hohen Vitamin C-Gehalt (doppelt so viel wie Zitrone) wird der Genuss des Meerrettichs von Ärzten und Ernährungsexperten vor allem für den Herbst und Winter als Vorbeugemittel gegen Erkältungen empfohlen.
Am besten verwendet man die Meerrettichwurzel frisch. Dazu die Wurzel schälen, reiben und sofort verwenden, denn die ätherischen Öle verziehen sich sehr schnell (innerhalb von einer guten Viertelstunde). Das Reiben der Meerrettichwurzel stellt bereits eine Art Therapie für die Nasennebenhöhlen dar, denn die ätherischen Öle steigen scharf auf und reizen zu Tränen und Sekretion aus den Nasenschleimhäuten. Wenn man diese Behandlung nicht braucht bzw. haben will, dann kann man eine Taucherbrille aufsetzen, um den scharfen ätherischen Ölen zu entgehen. Nach dem Reiben kann man den Meerrettich einfach so essen oder man gibt ihn Gerichten, wie beispielsweise Soßen (für Rindfleisch) oder Meerrettich-Quark zu. Man kann auch den frisch geriebenen Meerrettich mit Honig verrühren und öfters einnehmen.

 

MöhrenMöhren/Karotten/Gelbe Rüben
Herausragend ist der Carotingehalt, dem die Möhren auch ihre typische Farbe verdanken. Vitamin A ist unter anderem wichtig für unsere Sehfähigkeit, insbesondere das Nachtsehen, aber auch das Immunsystem und das Zellwachstum. Auch mit dem für unsere Abwehrkräfte wichtigen Vitamin C und dem Radikalfänger Vitamin E kann das orangefarbene Gemüse punkten.
Es gibt viele verschiedene Möhrensorten, gelbe, weiße oder rotviolette. Wenn Möhren zubereitet werden, ist es wichtig, ein wenig Fett mit in das Gericht zu geben, denn das in Mohrrüben enthaltene so gesunde Carotin ist fettlöslich. Daher kann es vom Körper nur aufgenommen werden, wenn auch etwas Fett mit im Essen ist. Rezepte für Möhren gibt es viele. Sie lassen sich roh oder gekocht, in Suppen, Soßen, als Beilage, Salat und auch als Saft gut verwenden.

 

 

PastinakenPastinaken
Die fleischige Wurzel wird auch Moorwurzel, Hammel- oder Hirschmöhre genannt. Sie zählte bis Mitte des 18. Jahrhunderts zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln in Deutschland. Die Pastinake enthält das stoffwechselanregende B-Vitamin Niacin, die Vitamine C, A und E. Der Geschmack wird als süßlich-nussig bis würzig-scharf beschrieben.
Pastinaken schmecken sehr gut roh im Salat mit Jogurt Dressing. Wegen ihres leicht süßlichen Geschmacks lassen sie sich auch wunderbar mit Äpfeln und Nüssen kombinieren. Als Gemüse lassen sie sich wie Möhren garen, die mit Salz und Zucker abgeschmeckt werden können, anschließend mit etwas Butter anrichten. Sie passen auch sehr gut als Beilage zu Fleischgerichten. Wegen ihres würzigen Charakters eignen sie sich auch gemischt mit anderem Gemüse oder Kartoffeln, zur Herstellung von Pürees, Suppen und Aufläufen und dienen zum Würzen von Suppen und Eintöpfen.

 

Rote BeteRote Bete
hat eine wichtige Bedeutung in der traditionellen chinesischen Medizin. Bemerkenswert ist bei Roter Bete auch der Gehalt an Vitaminen der B-Gruppe (darunter B12 und Folsäure) sowie Eisen, Kalium, Magnesium und Mangan.
Wegen seiner wertvollen Inhaltsstoffe wird der Saft der Roten Bete gerne getrunken, zum Beispiel gemischt mit Apfel- und Karottensaft. In der warmen Küche findet die tolle Knolle in Suppen und Eintöpfen großen Anklang. Die roten Knollen lassen sich aber auch für Aufläufe und Gratins verwenden, können lecker gefüllt oder zu fruchtigen Chutneys verarbeitet werden. Darüber hinaus ist die Rote Rübe auch als Rohkost sehr schmackhaft. Außerdem harmoniert die Rote Rübe hervorragend mit Äpfeln, Orangen und Nüssen. Grundsätzlich sollte die Rote Rübe nur kurz gedämpft werden, da sonst bis zu 80 % der äußerst hitzeempfindlichen Folsäure zerstört wird.

 

SchwarzwurzelnSchwarzwurzeln
sind auch als Winterspargel bekannt. Die Schwarzwurzel ist reich an Mineralien wie Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Zink, Mangan und Kupfer. Außerdem enthält die Wurzel Vitamine, Bitterstoffe und Asparagin, das für den leichten Spargelgeschmack verantwortlich ist. Sie ist für Blutbildung, Knochenaufbau und das Herz sehr wertvoll. Sie ist kalorienarm und gleichzeitig appetithemmend und wirkt – wie der Spargel – entwässernd. Eine ideale Kombination für Diäten und Gewichtsreduzierung. Sie soll außerdem den Cholesterinspiegel senken und enthält viel Insulin, das von Diabetikern gut vertragen wird.
Mit einer Sauce Hollandaise oder Buttersoße serviert schmecken sie in der Tat ähnlich wie Spargel. So können Sie sich die Wartezeit auf den richtigen Spargel etwas verkürzen.

Tipps zur Vorbereitung von Schwarzwurzeln: Zum Schälen Gummihandschuhe anziehen, das schützt vor klebrigem Saft. Schwarzwurzeln unter fließendem Wasser schälen. Wem das zu viel Arbeit ist, der kann die Wurzeln auch in einem alten Topf 20-25 Minuten mit der Schale kochen. Die Haut lässt sich nun leicht abziehen.
Geschälte Wurzeln in Wasser mit etwas Mehl legen, das verhindert die Bräunung durch den austretenden Milchsaft Der Milchsaft hinterlässt auch Flecken auf der Kleidung, daher die Küchenschürze anziehen.

 

SellerieSellerie
In Asien wird Sellerie seit Jahrhunderten zur Behandlung von Bluthochdruck verwendet. Das in der Pflanze enthaltene Phthalid wirkt entspannend auf die Arterienmuskeln, die den Blutdruck regulieren, und sorgt somit für eine Erweiterung der Blutgefäße. Erwähnenswert sind Vitamin B6 und Phosphor. Der Sellerie erhält seinen kräftig, würzigen Geschmack aufgrund der ätherischen Öle mit dem Hauptbestandteil D-Limonen. Aus der Knolle können Suppen, Säfte, Pürees, Saucen und Salate zubereitet werden. Aber auch ein mit Sesam paniertes Sellerie-Schnitzel ist sehr schmackhaft. Die Blätter und Stängel finden sich vor allem als Gewürz von Suppen, Saucen und Salaten wieder.

 

SüßkartoffelnSüßkartoffeln
Die Süßkartoffel stammt aus Mittel- und Südamerika. Es gibt verschiedene Sorten, die sich sowohl in der Farbe ihrer Schale, als auch in der Farbe ihres Fruchtfleisches unterscheiden. Die Süßkartoffel besitzt eine Vielzahl an inneren Werten. Und das kann man sogar schmecken! Für ihren süßen Geschmack ist nämlich ihr hoher Stärkegehalt verantwortlich. Daneben ist die Knolle außerdem reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Eisen, Mangan, Folat (natürliche Folsäure) Kupfer, Vitamin E und C und Biotin, um nur einige zu nennen. Süßkartoffeln regulieren auf natürliche Weise unseren Blutzuckerspiegel, sind ballaststoffreich und besitzen zudem dank ihres hohen Gehalts an sekundären Pflanzenstoffen hohe antioxidative Kraft.
Die geläufigste Süßkartoffel-Sorte hierzulande ist schön intensiv orange-gelb und wird am besten kühl und dunkel gelagert. Die süßen Knollen können wie Kartoffeln gekocht, geröstet oder gebraten werden.

 

 

SteckrübenSteckrüben
Die Steckrübe enthält Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium sowie Vitamine der B-Gruppe und Vitamin C. Die gelbe Farbe des Fruchtfleisches kommt von dem enthaltenen Beta-Carotin. Ihr hoher Wassergehalt macht die Steckrübe trotz des Zuckers kalorienarm.
Die Steckrübe ist ein echtes All-Round-Talent in der Küche. Sie eignet sich bestens zum Braten, Backen, Dünsten sowie Frittieren und lässt sich zu fast jedem Gericht verarbeiten: Ob Eintopf, Suppe, Püree, Auflauf, Bratling, Rösti oder Rohkostsalat Als Kartoffelersatz, etwa in Form eines Pürees, bringt die Kohlrübe eine willkommene Abwechslung in den Speiseplan. Selbst als Curry oder frittiert wie Pommes frites lässt sie sich zubereiten. Man kann sie aber auch als Rohkost sowie, fein geraspelt, in Salaten genießen.

 

WurzelpetersilieWurzelpetersilie
auch Petersilienwurzel genannt, hat einen intensiven, leicht süßlichen Geschmack, ähnlich dem der Pastinake, doch kräftiger. Er ähnelt auch dem von Knollensellerie. Sie wird häufig zum Würzen von Suppen und Gemüseeintöpfen verwendet und als Bestandteil des Suppengrüns. Sie kann auch zu Cremesuppen verarbeitet werden. Gerieben ist Wurzelpetersilie für Rohkostsalate geeignet.

 

(Quelle Foto: © iStockphoto.com)

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