Verpackungskonzept
Ressourcenschonende Verpackung
An erster Stelle steht bei uns grundsätzlich die vollständige Vermeidung von Verpackungen jeglicher Art. Da dies jedoch aus Qualitätsgründen und aufgrund der gesetzlichen Vorgaben der Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV) nicht in allen Fällen möglich ist, gilt es stets, den gesamten Lebenszyklus einer Verpackung im Auge zu behalten. Wir setzen gezielt auf Lösungen, die für den ökologischen Fachhandel transparent und nachvollziehbar vertretbar sind.
Schritt für Schritt plastikfrei in die Zukunft – eine große Aufgabe, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Als Verbraucherin und Verbraucher bestimmen Sie durch Ihr Einkaufsverhalten aktiv mit, wohin die Reise geht. Packen wir es nicht nur ein, sondern gemeinsam an!
Das NAPF-Mehrwegsystem der Bio-Lieferbetriebe nutzt stapelbare, zu 100 % recycelbare Polyethylen-Kisten, die durch EPP-Isolierboxen und Kühlakkus für den Transport gekühlter Waren ergänzt werden. Für eine effiziente Logistik, insbesondere bei Radtouren, kommen platzsparende Klappboxen zum Einsatz, die den Leergutrücktransport optimieren.
Für gekühlte Waren werden EPP-Isoierboxen (Expandiertes Polypropylen) als Einsatz in die Napfkisten genutzt. Sie haben eine hervorragende Isoliereigenschaft. Zusätzlich werden Kühlakkus in die Kisten gelegt.
Das Pfandsystem setzt auf die Rückgabe gereinigter Kisten durch den Kunden.

"TÜTLE" – Napfkisteninletts aus 100% Altpapier
Wir verwenden TÜTLE-Napfkisteninletts aus 100 % Altpapier, um Ihr Gemüse und Obst in die grünen Pfandkisten einzupacken. So ist der Inhalt vor Zugriff, Wind und Wetter geschützt. Die sauberen, gut erhaltenen und an uns zurückgegebenen Papierinletts verwenden wir im Betrieb als Füll- und Puffermaterial für empfindliche Ware wie Gläser weiter. Sie können die Papiereinleger auch aktiv abwählen, wenn Sie die Bio-Kiste persönlich empfangen und Papiermüll einsparen möchten. Dazu tragen Sie im Online-Shop am Ende des Bestellvorgangs einfach den Artikel „Ohne Papierinlett packen“ ein – am besten direkt mit wöchentlicher Frequenz.
Die Napfkisteneinlagen TÜTLE sind
- aus 100 % Recycling-Papier (Altpapier) gefertigt
- lebensmittelunbedenklich
- nassfest (halten auch bei feuchtem Obst und Gemüse oder Regen)
- hergestellt in Deutschland
- vollständig kompostierbar
- wiederverwendbar in der Küche (z. B. zum Einwickeln des feuchten Biomülls oder als Nässeschutz im Biomülleimer)
- vielseitig einsetzbar (z. B. als Malunterlage für Kinder oder als Geschenkpapier)
Um empfindliche Ware vor Druckstellen durch schwereres Obst und Gemüse in der Bio-Kiste zu schützen, verwenden wir Tüten aus 100 % Recycling-Papier (Altpapier). Kleinteilige Waren sollen sich durch den Transport nicht lose in den Kisten verteilen und dadurch gegebenenfalls Schaden nehmen. Verwendet werden diese Bodentüten für sensible Produkte wie beispielsweise Tomaten, Pilze, Trauben, Pfirsiche oder Aprikosen. Genauso verpacken wir auch Kartoffeln und Zwiebeln aus logistischen Gründen in diese Tüten vor.
In Ausnahmefällen wird auch Ware, die uns nachgeliefert wurde und erst nachträglich zur Bestellung dazugepackt wird, in diese Papiertüten verpackt. Die Verpackung ist im Haushalt wiederverwendbar oder kann vollständig im Altpapier entsorgt werden.
Kleinteilige Salate, Blattgemüse und Kräuter wie beispielsweise Feldsalat, Rucola oder Spinat verpacken wir in halbtransparenten Papierfaltbeuteln aus 100 % Zellulose (reine Frischfaser). Mit diesem robusten und stabilen Papierbeutel ist selbst feuchtes Obst und Gemüse sicher verpackt. Dank des atmungsaktiven Materials bleibt der Inhalt zudem frisch. In den kalten Monaten dient der Beutel zusätzlich als Frostschutz. Diese Tüten sind über das Altpapier recyclingfähig.
Aus rechtlichen und hygienischen Gründen müssen wir unseren Käse gesondert verpacken. Durch das glatte, luftausschließende Verpacken bleibt der Käse frisch. Die Verpackung besteht aus Polyethylen (PE) mit hoher Dichte (HDPE). Die Entsorgung erfolgt über den Restmüll.
Wir stehen im engen Austausch mit unserem Fachgroßhandel, der exklusiv für uns die Käsestücke vakuumiert. Gemeinsam suchen wir fortlaufend nach alternativen Verpackungslösungen. Bis jetzt haben wir jedoch keine andere Möglichkeit gefunden, die sowohl im Betriebsalltag praktikabel ist als auch die strengen gesetzlichen Hygienevorschriften lückenlos erfüllt.
Mehrweg ist bei uns die erste Wahl. Durch das wiederholte Befüllen von Mehrwegbehältnissen tragen wir gemeinsam dazu bei, Ressourcen zu schonen, Abfälle zu vermeiden und den Rohstoffverbrauch zu senken. Da die Behältnisse im Kreislauf bleiben, lässt sich eine ständige Neuproduktion reduzieren.
Zahlreiche Hersteller aus dem ökologischen Fachhandel, wie beispielsweise die Molkerei Schrozberg, Beutelsbacher, Voelkel oder Sonett, setzen aus Überzeugung auf etablierte Mehrwegsysteme.
In unserem Online-Shop sind alle entsprechenden Produkte für Sie als Mehrwegware gekennzeichnet.

Wichtiges zu Gläser- und Flaschenpfand
Wir berechnen Ihnen beim Kauf von Produkten in Pfandgläsern und -flaschen kein zusätzliches Pfand. Dadurch ersparen wir uns und Ihnen einen erheblichen Buchungsaufwand. Das hat zufolge, dass wir die Mehrweg-Pfand-Behälter von Ihnen unbedingt wieder zurück bekommen müssen, sonst zahlen wir drauf, denn der Herstellerbetrieb berechnet uns den Pfandpreis ganz regulär.
Bitte legen Sie alle Pfandgläser und -flaschen gespült wieder in die leere Pfandkiste zurück! Vielen herzlichen Dank für Ihre Mitarbeit! Wir vertrauen auf Ihre Ehrlichkeit.
Wir nehmen am geschlossenen Mehrweg- und Recyclingsystem von der Firma Sonett teil.
Bitte geben Sie alle leeren Flaschen und Kanister von der Firma Sonett zurück und wir leiten sie an Sonett weiter.
Sonett recycelt jetzt selbst,
- weil Recycling PE aus dem gelben Sack immer Rückstände von synthetischen Duftstoffen, Schwermetallen, Pestiziden etc. enthalten kann.
- weil PE-Recyclat deshalb für Lebensmittel nicht zugelassen ist.
- weil man nur dann weiß, was wirklich in den Sonett Flaschen drin ist.
- weil PE ein wertvoller Rohstoff ist, der nahezu unbegrenzt im Kreislauf geführt werden kann.
Zahlreiche Hersteller setzen als Alternative zu Plastik gezielt auf Verpackungen aus 100 % Papier und nutzen damit nachwachsende Rohstoffe. Diese Produkte haben wir in unserem Online-Shop mit dem Label „100 % Papier“ versehen, um Ihnen die gezielte Auswahl zu erleichtern:
- Spielberger Mühle: Das Unternehmen begann 2016 mit der schrittweisen Umstellung seines Sortiments auf recyclingfähige Verpackungen aus 100 % Papier, um den Materialkreislauf zu schließen.
- Alb-Gold: Das schwäbische Familienunternehmen brachte im September 2018 vollständig kunststofffreie Pasta-Papierbeutel auf den deutschen Markt.
- Sonnentor: Das Unternehmen treibt die Umstellung auf holzbasierte Materialien kontinuierlich voran. Um den Schutz empfindlicher Rohstoffe und Gewürze mit alternativen Verpackungslösungen zu vereinbaren, wurde im Betrieb bereits 2016 eine eigene Stelle für das Verpackungsmanagement geschaffen.